Ein- und Umbau von Kaminen und Zubehör
Jens TruogAuch ohne Profi-Ausbildung können Sie mit etwas technischem Grundwissen und einer sorgfältigen Vorbereitung den Ein- und Umbau von Kaminen selbst vornehmen. Entscheidend ist eine genaue Planung, die Abstimmung mit Fachleuten und der Einsatz passender Materialien. So schaffen Sie nicht nur eine gemütliche Wärmequelle, sondern sorgen auch dafür, dass alle Sicherheits- und Umweltvorgaben erfüllt werden.
Bevor Sie starten, sollten Sie sich an Ihren zuständigen Schornsteinfeger oder unsere Fachberater auf ofen.de wenden, die Ihnen mit Rat und Tat zur Seite stehen.
Planung und Genehmigung
Zunächst überprüfen Sie, ob der gewählte Aufstellort ausreichend tragfähig und feuerfest ist. In vielen Regionen ist vor dem Kaminaufbau außerdem eine Genehmigung des Bauamts erforderlich. Unentbehrlich ist auch die frühzeitige Einbindung des Schornsteinfegers: Er begutachtet Ihre bestehende Schornsteinanlage, stimmt den passenden Rohrdurchmesser sowie die notwendige Anschlusshöhe ab und entscheidet über den Bedarf eines Außenluftanschlusses.
Darüber hinaus informiert er Sie über die geltenden gesetzlichen Anforderungen an moderne Feuerstätten.
Unser Fachberater unterstützen Sie gerne bei der Auswahl eines passenden Modells und geben Ihnen erste Hinweise zur technischen Umsetzung. Bitte beachten Sie jedoch: Der zuständige Schornsteinfeger muss in jedem Fall informiert und in die Planung einbezogen werden. Nur so ist sichergestellt, dass Ihr Kamin später problemlos abgenommen werden kann.
Einbau und Umbau
Nach der gründlichen Planung folgt die praktische Umsetzung. Wenn Sie sich für einen Kaminbausatz entschieden haben, etwa von Nordpeis oder Neocube, legen Sie alle Bauteile am besten vorab sortiert bereit und folgen der beiliegenden Aufbauanleitung Schritt für Schritt. Mit Wasserwaage und Winkelmesser stellen Sie sicher, dass Kamin und Ofenrohre exakt ausgerichtet sind. So vermeiden Sie spätere Zugprobleme.
Bei Kaminbausätzen wie dem Nordpeis Odense besteht die Außenverkleidung meist aus modularen Formteilen, die sich individuell verputzen oder gestalten lassen. Alternativ dazu gibt es Kamineinsätze, die mit Calciumsilikatplatten wie SILCAHEAT 600C eingefasst werden – ideal für maßgeschneiderte Verkleidungen. Weitere Infos finden Sie in unseren Beiträgen zum Kamin selber bauen oder Grundofen selber bauen.
Für die Verbindung zum Schornstein müssen die Ofenrohre meist auf Maß gekürzt werden. Verwenden Sie dazu eine Metallsäge oder einen Winkelschleifer mit passender Trennscheibe und beachten Sie: Die Rohre sollten überwiegend senkrecht verlaufen, um den natürlichen Rauchabzug zu unterstützen. Eine vollständig waagerechte Führung ist ungünstig und sollte auf ein Minimum beschränkt werden.
Wenn Sie einen älteren Kamin modernisieren möchten, empfiehlt sich oft der Austausch des Heizeinsatzes oder der Tür. Hersteller wie Dovre bieten mit Modellen wie der Kaminkassette Phoenix 3 passende Nachfolgelösungen an – für einen einfachen, sauberen und schnellen Austausch.
Moderne Technik mit Sekundärluftzufuhr, effizienter Verbrennung und selbstreinigendem Keramikglas senkt Emissionen, verbessert die Brennstoffausnutzung und sorgt für eine klare Sicht auf die Flammen.
Noch mehr Effizienz erreichen Sie durch eine Dämmung der Kaminnische mit speziellen Wärmespeicherplatten oder Dämmmatten. Diese halten die erzeugte Wärme länger im Raum und geben sie gleichmäßig an die Umgebung ab.
Unsere Expertenteam stehen Ihnen bei Auswahl und Umsetzung gern mit Rat zur Seite – insbesondere bei kniffligen Einbausituationen oder der Modernisierung bestehender Anlagen.
Zubehör, Pflege und Sicherheit
Für den fachgerechten Ein- oder Umbau eines Kamins ist das richtige Zubehör unerlässlich. Je nach Aufbauart benötigen Sie passende Ofenrohre, Bögen, Wanddurchführungen sowie gegebenenfalls Dichtmaterial, Klemmbänder oder Rosetten, um eine sichere Verbindung zwischen Ofen und Schornstein herzustellen.
Auch Dämmplatten oder Verkleidungsbausätze, etwa aus Calciumsilikat wie SILCAHEAT 600C, kommen zum Einsatz, wenn Sie Ihren Kamin individuell gestalten oder die Wärmeverteilung verbessern möchten.
Bei Kaminbausätzen sind oft bereits viele Komponenten enthalten. Achten Sie hier auf kompatibles Zubehör, z. B. Wärmespeichermodule oder Zuluftanschlüsse, die für den Betrieb vorgeschrieben oder sinnvoll sind. Für den sauberen Anschluss an den Schornstein empfehlen wir außerdem einen Wanddurchführungssatz, insbesondere bei Wanddurchbrüchen in sensiblen Bereichen.
Werkzeugseitig unterstützen Sie Wasserwaage, Zollstock, Winkelschleifer, Lochbohrer und Montagekleber bei der passgenauen Umsetzung. Ein staubarmer Arbeitsbereich lässt sich mit Abdeckplanen, Staubschutzwänden und einem Aschesauger mit Feinstaubfilter einrichten – besonders wichtig bei Umbauten im bewohnten Raum.
Erst nach erfolgreichem Einbau lohnt sich der Blick auf Zubehör für den laufenden Betrieb: Kaminbesteck, Aschekasten, Hitzeschutz-Handschuhe oder Thermometer erhöhen den Komfort, sind für die Montage selbst jedoch nicht erforderlich.
Unsere Fachberater helfen Ihnen gerne dabei, genau das Zubehör zusammenzustellen, das zu Ihrem Kaminprojekt passt. Sicher, kompatibel und normgerecht.
